Die Frage des Monats September 2021

 

Kennst du meinen Namen?

 

An feuchten Standorten häufig und verbreitet in Röhrichten und Sümpfen, an Ufern von Seen und Weihern, Flüssen und Bächen wächst diese Pflanze. Blütezeit ist von Juni bis September. Blütenbesucher sind vor allem Schwebfliegen, aber auch Bienen und Schmetterlinge. Die Blüten sind Nektarspender von besonderem Wert. Auch ist sie eine wichtige Futterpflanze für die Raupen aus der Gattung der Nachtpfauenaugen.

 

Bereits im Altertum wurde sie als Heilpflanze benutzt. Verwendet wurde sie beispielsweise während der Choleraepidemie im 19. Jahrhundert. Die Pflanze besitzt aufgrund der Gerbstoffe stark adstringierende, bakterizide und blutstillende Eigenschaften. Das gab ihr wohl den Namen (oder die Farbe der Blüten). Mit dem roten Farbstoff färbte man früher Zucker.


 

Auflösung der Frage des Monats August 2021

 

Ich bin die Wegwarte

 

Nicht zu verwechseln mit dem Wegewart

 

 

Himmelblau leuchten die Blüten der Wegwarte an sparrigen Stängeln. Von Juli bis September blüht sie an Wegrändern, Ödland, Weiden. Die Pflanze, die Bitterstoffe enthält, wurde als Heilpflanze geschätzt. Aus den Wurzeln der Wegwarte wird seit dem 18. Jahrhundert Zichorie, ein Kaffee- Ersatz hergestellt.

 

Die blau leuchtende Blume ist natürlich eine Wegwarte. Hab noch eine kurze Zusatzinfo: der aus der getrockneten und gemahlenen Wurzel hergestellte Ersatzkaffe war ja der sog. Muckefuck. Dieses Wort leitet sich aus dem Französischen von Mocca Faux, also "falscher Mokka" ab. Hab ich mal auf einer Führung im Lahrer Stadtmuseum erfahren. Fand's ganz interessant.

 

Gruß,

Friederike