Naturdenkmal Galgenbuck

 

Einst Richtstätte weit vor den Toren der Stadt, heute eine grüne Insel mitten im Wohngebiet – seit 1986 steht die bewaldete Anhöhe - ein typischer Traubeneichen- Hainbuchenwald auf felsig-trockenem Standort (Porphyr) als flächenhaftes Naturdenkmal unter Schutz. Seit 1996 betreut der Schwarzwaldverein Bad Säckingen das Naturdenkmal Galgenbuck an der Weihermatte - ein Bannwald mit mächtigen Eichen, Rückzugsort  und Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

 

Hier hat die Natur das Sagen - Pflegemaßnahmen, wie das Mähen der Wildblumenwiese mit der Sense, müssen trotzdem erfolgen. Durch die besondere Lage sind vor allem im Randbereich Dornen und Sträucher zu schneiden. Nistkastenaktionen und  Müllsammlungen sind jedes Jahr erforderlich. Die heißen, trockenen Sommer der letzten Jahre, Stürme und 2021 Schneebruch setzen dem Baumbestand zu.

 

Das Foto entstand während den Pflegearbeiten am 06. Mätz 2021


Gut zu wissen ...

Auf dem Ausschnitt des bekannten Merianstichs von 1644 ist der dreischläfrige Galgen auf der Anhöhe weit vor den Toren der Stadt zu erkennen.

 

Hinrichtungsorte

Hinrichtungsorte lagen früher oft, wie auch in Säckingen, räumlich getrennt. Als Orte der Gerichtsbarkeit erscheinen Wälder, Baumplätze, Wiesen, Stellen am Wasser, Gruben, Berge, große Steine, Plätze vor Toren, Straßen oder Kirchhöfe.

Als Baumplätze waren vor allem Linden sehr beliebt. Gerichtslinden sind in der Regel alte Bäume, die an hervorgehobener Stelle im Dorf oder in dessen Nähe stehen. Unter ihnen wurde im Mittelalter das Dorfgericht abgehalten. 

 


 

Frühling am Galgenbuck

 

 

 

Der Galgenbuck

 

Eine nicht ganz ernst gemeinte Gruselgeschichte von Chr. Moschner

 

Kennst du den Galgenbuck in Bad Säckingen? Ein unheimlicher Ort um den sich viele Geschichten ranken. 

 

So soll an diesem ehemaligen Richtplatz vor einigen Jahrhunderten ein Mann zu unrecht verurteilt und hingerichtet worden sein. Das ganze begab sich in einer Vollmondnacht an einem Freitag, dem 13ten. Und immer wenn heute ein Freitag, der 13te mit dem Vollmond zusammen trifft ist nachts ein Leuchten über dem Galgenbuck zu sehen und die Leute erzählen, dass sie nachts Geräusche hören, die sonst nicht da sind. 

Vielleicht ist es aber auch der Mondschein, der den Galgenbuck erleuchtet und die unbekannten Geräusche stammen von einer Mitternachtsparty, wer will das immer so genau sagen?

 

Oder wusstet ihr, dass sich vor vielen, vielen Jahren einmal eine Prinzessin aus dem Morgenland am Galgenbuck in Säckingen verirrt haben soll? Ihre Diener haben 3 Tage nach ihr gesucht, sie aber nicht gefunden. Dann, am 3ten Tag wurde die Prinzessin total ermattet und verängstigt gefunden. Sie erzählte, dass sie die ganze Zeit auf einem Stein gesessen habe (in dem früher der Galgen befestigt war) und ihre Diener unmittelbar an ihr vorbei gingen, ohne sie zu sehen oder ihre Schreie zu hören. Erst als sie von diesem Stein aufstand wurde sie von ihrer Dienerschaft wahrgenommen. Seltsam, oder? Vielleicht begab sich diese Geschichte aber auch an einem anderen Ort? Vielleicht war die Prinzessin aber auch eine Gräfin aus dem Abendland? Wer will das immer so genau sagen?

 

Oder kennt ihr die Waldgeister, die am Galgenbuck ihr Unwesen treiben? Anders als die zwei oberen Geschichten lässt sich diese hier aber beweisen. Seht euch das Video unten an, dann werdet ihr schon sehen …… 

 

Video: Chr. Moschner