Der Frühling

 

Der Frühling dauert vom Laubausbruch der Roßkastanie bis zum Stäuben des Roggens. Der Frühling läuft in zwei deutlich erkennbaren Zeitabschnitten ab. Der Erstfrühling ist die Zeit des Laubausbruchs der Bäume; im Vollfrühling entwickeln sich der Blumenschmuck der Gärten, Wiesen und Felder. 

Ein Teil der Zugvögel kehrte bereits im Vorfrühling zurück, der größte Teil trifft im Erstfrühling ein, einige Spätlinge kommen erst im Vollfrühling.

Während des Winters bleiben bei und: Sperling, Kohlmeise, Blaumeise, u.a. Diese überwinternden Vögel sind allgemein bekannt. Sie singen im Vorfrühling zuerst. Im Vorfühling kehrten nach und nach zurück: Singdrossel, Star, Hausrotschwanz, u.a. Im Erstfrühling treffen ein: Gartenrotschwanz, Fitislaubsänger, Nachtigall. Im Vollfrühling kommen dann noch Pirol, Gartengrasmücke, Gatenlaubsänger.

 

 

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Die Birke

 

Jetzt blühen sie wieder. Manch einem grauste schon davor. Dann ist wieder alles gelb. Ich mag sie trotzdem, die Birke. Ich finde, sie ist so ganz anders als die anderen, in ihrem weißen Kleid. Sie ist schon als Einzelbaum besonders, am schönsten ist sie aber wenn viele zusammen stehen, in diesen Birkenwäldchen.

 

Die Oxford-Enzyklopädie der Bäume sagt dazu: Birke ist der gebräuchlichste Name für die Bäume der Gattung Betula, die einen schönen Anblick bieten und vielseitig verwendbar sind. Die meisten Arten sind extrem winterfest. Betula nana wächst auf der nördlichen Erdhalbkugel bis zur Baumgrenze.

Die Birken werfen ihr Laub ab und sind windbestäubt. Die Rinde fällt ins Auge, besonders bei der Moor-Birke, der Weiß-Birke und der Papier-Birke, bei der sie sich in papierenen Schichten löst. Einige Arten stechen durch Stämme in gelber, orangefarbener, rötlichbrauner und fast schwarzer Tönung hervor. Die Lentizellen sind waagerecht, die Blätter wechselständig und gezahnt. Die Blüten kommen mit den Blättern hervor und stehen in eingeschlechtlichen Kätzchen an der selben Pflanze.

Jede Kätzchenschuppe hat drei Blüten. Die männlichen bestehen aus einer Blütenhülle von vier winzigen Kelchlappen und zwei Staubgefäßen. Die Kätzchen entwickeln sich im Herbst und überwintern. Die weibliche Blüte hat einen Fruchtknoten mit 2 Griffeln und einer dreilappigen Schuppe. Die Frucht wird durch 2 häutige Flügel, einen an jeder Seite, vom Wind fortgetragen. 

Ein brauchbares Nutzholz liefert die Gemeine Birke, die Moorbirke, die Zuckerbirke und die Himalyabirke. Für Bauzwecke eignet sich das zu weiche Holz weniger, wird aber wegen seiner hübschen Maserung gerne zu Möbeln verarbeitet. Es lässt sich leicht biegen und formen, weshalb man es gerne für Stühle, Fässer, Holzschuhe und Kochlöffel nimmt. Als Brennholz, vor allem am offenen Kamin, wird es geschätzt.

Im Wasser ist Birkenholz außerordentlich dauerhaft, daher ist es im Wasserbau zu gebrauchen. Allerdings fault das Holz rasch, wenn wechselweise Trockenheit und Feuchtigkeit einwirken. Aus den biegsamen, im Winter geschnittenen Zweigen lassen sich Besen binden, die sich für Hof und Garten eignen.