Rappenfelsensteig

 

eine Wanderung am 17.10.2021

 

Wanderführer: Jürgen Huber

 

Nebel begleitete uns, als wir uns am Sonntag, 17. Oktober um 9 Uhr auf den Weg zum Premiumwanderweg Rappenfelsensteig machten. Bereits am 25. Juli sollte diese Wanderung stattfinden, musste aber wegen Regen abgesagt werden. Über die B 500 gings Richtung Höchenschwand, an der Schwarzatalsperre vorbei mit Ziel Staufen/Grafenhausen. An der Herz Jesu Kapelle bzw. Wanderparkplatz Rappenfelsensteig parkten wir die Autos. Noch ein Blick in das Innere der Kapelle und los gings. 14 Kilometer lagen vor uns. Immer noch neblig, aber die Hoffnung auf Sonne gaben die elf Wanderer nicht auf. Der erste Teil der Strecke war entspannt zu gehen, breite Wanderwege ließen zu, dass wir den tiefsten Punkt der Wanderung relativ entspannt erreichten. Entlang des Weges gab es bizarre Felsen zu sehen, die moosbewachsenen Stellen sahen wunderbar samtig weich aus. Es fehlten tatsächlich noch Feen und Elfen, die hoffentlich hier in dieser märchenhaften Gegend wohnen. Nach einer Trinkpause  beim Rastplatz Muckenloch, dort befindet sich sogar eine Stempelstelle, begann der steile Aufstieg. Mit Geröll übersät war der Einstieg zum Rappenfelsen. Tapfer gings den Pfad weiter, respektvoll warfen wir immer wieder einen Blick in die Tiefe. Am Rappenfelsen angekommen lachte uns tatsächlich die Sonne an. Auf den Felsen suchte sich jeder ein Plätzchen und wir stärkten uns, denn es war bereits Mittag. Ulla wurde poetisch und erheiterte uns mit einem Gedicht. So viel Poesie habe ich ihr gar nicht zugetraut.

 

Nun gings weiter und höher. Der Weg kostete Kraft, aber wir schafften die Höhenmeter und erreichten den Aussichtspunkt Wartbuck. Eine Himmelsliege lud zum Träumen ein. Leider war uns nicht danach. Der Nebel hatte uns wieder eingeholt. Nach einem lustigen Gespräch mit einem Wanderehepaar aus dem Kreis Sigmaringen und dem obligatorischen Gruppenfoto wanderten wir weiter.

 

Tatsächlich schaffte es die Sonne doch noch und begleitete uns die letzten Kilometer. Vorbei gings am Damwildgehege „Bündt“ und ein Stückchen weiter lag rechts vor uns das Dörfchen Bulgenbach. Geburtsort des Bauernführers im Deutschen Bauernkrieg (1525) Hans Müller. Sein Werdegang und Lebenslauf sind an einem in der Nähe seines Geburtshauses gelegenen Rastplatz nachzulesen. Wer hätte in dieser einsamen Gegend solch einen berühmten Bauernführer vermutet.

 

Nachdem sich die Sonne immer noch von ihrer besten Seite zeigte, konnten wir nicht widerstehen nochmals eine Pause einzulegen, um die wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen.

 

Dann wanderten wir zurück in das kleine Dörfchen Staufen. Die Wanderung war zu Ende. Alle waren sich einig, dass der Rappenfelsensteig zu Recht als Premiumwanderweg bezeichnet wird.  Zufrieden diese Wanderung beim 2. Anlauf geschafft zu haben, fuhren wir wieder nach Hause.

 

Herzlichen Dank gilt dem Wanderführer Jürgen Huber.