Silberberg

 

Am Sonntag, den 29. August 2021 steht eine Wanderung zum Silberberg bei Todtnau auf dem Programm – die Wetterprognosen sind ungünstig – wir wagen es trotzdem. 

 

 

In Todtnau werden die sieben wetterfesten Wanderer von unserem Wanderführer José Lozano (Wanderwart  SWV-Todtnau) begrüßt, gemeinsam fahren wir mit dem Bus nach Fahl/Skilift. Wir starten die Wanderung bei Regen, 12°C.

 

 

Auf dem Wasserfallsteig steigen wir durch eine imposante Schlucht entlang der Wiese aufwärts. Auf vielen Stegen überqueren wir immer wieder „des Feldbergs liebliche Tochter“, die munter und wasserreich über Felsen fließt. Auf Bronzetafeln sind  Verse von J.P.Hebel zu lesen, wie:

 

Doch wandle du in Gottis Furcht! I rot der, was i rote cha. Sell Plätzli hät e gheimi Tür, und’s sin no Sache ehnedra.  *Der Wegweiser*

 

 

Bemooste Felsen, bizarre Bäume, Nebelschwaden – wie im Zauberwald. Der Regen fällt stetig. Wir erreichen den Platz der ehemaligen Skisprungschanze am Fahler Loch, bis in die 70 er Jahre Austragung zahlreicher Skisprungwettbewerbe, auch an Ostern, wie sich unser Wanderführer erinnert. Wir steigen weiter auf bis auf 1218 m zur Quelle der Wiese, die nach 58 km bei Lörrach in den Rhein mündet.

 

 

Wegen des beständigen Regens und der nassen Wege entscheidet sich José für Plan B:  nicht auf dem alpinen Pfad zum Gipfel des Silberbergs, sondern auf dem mittleren Silberbergpfad direkt zur Grillstelle. Grillgut haben wir dabei und die angekündigte Überraschung ist eine urige Waldhütte und das Grillfeuer brennt bereits, denn der Todtnauer Wegewart Robert hat alles bestens vorbereitet. Trocken, gemütlich und gut unterhalten verbringen wir die Mittagsrast. Auf breiten Forstwegen und schmalen Pfaden in Serpentinen erfolgt der Abstieg. Unterwegs kommen wir am Eingang zum St. Maria Stollen vorbei. 

 

Schon im frühen Mittelalter wurde hier Silber gefördert. Die älteste urkundliche Erwähnung von Erzgruben am Silberberg stammt aus dem Jahr 1028. 

 

 

Bevor wir Todtnau erreichen treffen wir wieder auf die Wiese. Mächtig über die Felsen rauscht sie durch die Wolfsschlucht.  Erst kurz vor  dem Ende der Wanderung können wir die Regenschirme zu spannen.  

 

Nach 13 Kilometer Wegstrecke und ca. 450 Metern Steigung erreichen wir unsere Autos, auf der Heimfahrt zeigt sich blauer Himmel zwischen Wolkenlücken und kurz die Sonne. 

 


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